Catch Me If You Can: Welcome to the World of Gen Z
Der „FMP Rookie Talk #64“ wurde in Kooperation mit Marketing-Studentinnen der USTP umgesetzt
Grell-bunte Projektionen, Buzzwords an den Wänden und Matcha Shots am Eingang: Schon beim Ankommen war klar, dass dieser Abend kein klassischer Paneltalk werden würde. Nach Monaten voller Brainstormings, Pitches, Konzeptänderungen und Diskussionen war es am 28. Jänner endlich so weit: Der diesjährige „FMP Rookie Talk #64“ in Kooperation mit dem Bachelor-Studiengang Marketing & Kommunikation der USTP ging über die Bühne – genau so, wie ihn sich die Studentinnen erhofft hatten. Offen, lebendig, diskursiv. Und vor allem: mit viel Spaß.
Die Marketing-Studentinnen hatten die Aufgabe über etwas zu sprechen was sie wirklich interessiert und welches Thema eignet sich da besser als die eigene Zukunft?
Vom Briefing zum Event
Seit dem Briefing im Mai 2025 hat ein Studierendenteam an diesem Event gearbeitet, Studien gelesen, Speaker*innen angefragt, alte Konzepte verworfen und neu gedacht. Dass sich all das gelohnt hat, zeigte sich spätestens an diesem Abend in der Cupra City Garage Wien, die für einen Abend in einen Raum für Perspektivenwechsel verwandelt wurde. Unter dem Titel „Catch Me If You Can: Welcome to the World of Gen Z“ luden der Fachverband „Forum Mediaplanung“ und engagierte Marketing-Studentinnen dazu ein, die Generation Z jenseits von Klischees zu betrachten – und ins Gespräch zu kommen.
Impulstalk & Panel eröffneten neue Perspektiven
Den inhaltlichen Auftakt gestalteten Annika Strunz und Klara Fahrner mit einem Impulstalk, der bewusst mit Widersprüchen spielte. Ihr Fazit: Die Diskussion rund um die Generation Z sei mindestens so chaotisch wie das Bild, das über sie gezeichnet werde.
Im anschließenden Panel, moderiert von Emily Schreyvogel, ging es darum, Erwartungen an Arbeit sichtbar zu machen – ohne neue Schubladen zu schaffen. „Wir wollen heute nicht noch mehr Vorurteile schaffen, sondern unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und verstehen, was hinter den Erwartungen steckt“, stellte sie klar.
Mit dabei waren Thomas Meyer (Büro für Interaktion), Tim Baumgärtner (marswalk), Elisabeth Ponocny-Seliger (Arbeitspsychologin & Universitätslektorin), Konrad Mayr-Pernek (PURPUR Media) und Andrea Tenner (Omnicom Media). Einigkeit herrschte schnell in einem Punkt: Die Generation Z ist keine homogene Gruppe. „Die Gen Z ist viel zu vielfältig, um sie zu stereotypisieren. Man muss mit Individuen sprechen“, betonte Baumgärtner.
Aus psychologischer Sicht warnte Ponocny-Seliger vor Pauschalisierungen: „Die Gen Z will leisten – aber nicht um jeden Preis.“ Gesundheit und Sinnhaftigkeit seien heute ebenso relevant wie Leistung. Viele Forderungen der jungen Generation seien dabei längst generationenübergreifend. „Die Individualität, die die Gen Z einfordert, macht die Arbeitswelt für alle besser“, so Tenner.
Gleichzeitig wurde auch über Grenzen gesprochen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen machen nicht jede Forderung sofort umsetzbar, gab Meyer zu bedenken. Dennoch zeigte sich im Panel, dass sich Führung und Arbeitsmodelle im Wandel befinden. Baumgärtner betonte: „Wenn man jungen Menschen Vertrauen, Verantwortung und Mentoren gibt, entwickeln sie sich unglaublich schnell.“
Fazit: Wunsch nach gegenseitigem Verständnis auf allen Ebenen
Als roter Faden des Abends zog sich der Wunsch nach mehr gegenseitigem Verständnis durch alle Diskussionen. Unterschiede müssten nicht nivelliert, sondern konstruktiv genutzt werden. Mit einem klaren Appell an Arbeitgeber brachte es Ponocny-Seliger auf den Punkt: „Ihr bekommt die Mitarbeiter*innen, die ihr verdient.“
Danke an Forum Mediaplanung (FMP) für diese Möglichkeit und das Vertrauen – es hat irrsinnig viel Spaß gemacht!

Copyright: Pixellab Media
Bericht von: Klara Fahrner, Emily Schreyvogel und Annika Strunz