Ein Fachbereich - viele Herangehensweisen
Die Nominierten des Staatspreises PR in der Kategorie „Interne PR & Employer Branding“ warenan der FH St. Pölten zu Besuch
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Interne Kommunikation“ im 4. Semester des Bachelorstudiengangs Marketing & Kommunikation haben sich drei große Unternehmen mit ihren Umsetzungen im Bereich der internen Kommunikation vorgestellt. Alle Vortragenden wurden für den Staatspreis PR 2021 in der Kategorie „Interne PR und Employer Branding“ nominiert.
OMV führt die Mitarbeiter*innen durch die Krise
Christina Plander, Department Manager of Internal Communications bei OMV, eröffnete die Vortragsrunde und erläuterte, wie sie gemeinsam mit ihrem Team die schwere Zeit der COVID-Pandemie bei Mitarbeiter*innen kommunikativ begleitete.
Christina Plander gab den Studierenden Einblicke in die Maßnahmen der internen Kommunikation, welche in der Pandemiezeit umgesetzt wurden und erläuterte, welche Herausforderungen es dabei zu bewältigen gab.
Gemeinsam mit ihrem Team entwickelte sie Maßnahmen mit dem Ziel, die Mitarbeiter*innen des internationalen Konzerns einerseits mit allen notwendigen Informationen auszustatten, anderseits aber auch eine emotionale Stütze zu bieten. Der daraus entstandene Blog zeigt Arbeitnehmer*innen die von ihrem Alltag während der Pandemie erzählten, aber auch Videoprojekte zu vielen anderen Themen, wobei die Mitarbeiter*innen und der Teamgeist stets im Mittelpunkt standen.

Christina Plander, OMV, © Helmut Kammerzelt
EY Österreich übermittelt spielerisch die Unternehmensstrategie
Die nächsten Gäste waren Evelina Fuhrmann und Sarah Mauracher von EY Österreich. Sie und ihr Team sind aufgrund ihrer kreativen Herangehensweise mit dem Kategorien-Sieg beim Staatspreis ausgezeichnet worden. Auch bei EY war die Inspiration für kreative Umsetzungen der Covid-19-Pandemie geschuldet. Kern war ein selbst programmiertes online Escape Game, das als Gegenmaßnahme zu einer abgesagten Veranstaltung erstellt wurde.
Im Zuge der Aktion wurde den rund 1.100 Mitarbeiter*innen Mitmach-Pakete zugeschickt und sie wurden in Teams eingeteilt. In diesen konnten sie dann am Tag des geplanten Sommerfests mehrere Rätsel des virtuellen Escape-Rooms lösen, um ihre Geschäftsführer vor unbekannten Erpressern zu retten.
Das Spiel diente nicht nur als Ersatzprogramm für das Fest, sondern förderte ebenso das Teambuilding und es wurden spielerisch wichtige Unternehmensinhalte zu Themen wie Nachhaltigkeit, digitale Transformation und Wachstum vermittelt.

Evelina Fuhrmann und Sarah Mauracher von EY Österreich, © Helmut Kammerzelt
Veränderungskommunikation bei REWE in Zeiten einer Pandemie
Das Ende der Gastvortragsreihe machte die REWE International – vertreten durch Pressesprecher Paul Pöttschacher und Senior Communications Manager Alexandra Schneider.
Die beiden Expert*innen gaben den Studierenden Einblicke in die Tätigkeitsbereiche der Unternehmenskommunikation und Public Affairs der REWE International in Österreich und erzählten von dem kommunikativ sehr herausfordernden Geschäftsjahr 2021. Im vergangenen Jahr wurden gleich zwei interne Veränderungsprozesse begleitet – innerhalb des Konzerns und der Abteilung.
Innerhalb der Unternehmenskommunikation wurde ein Corporate Newsrooms eingeführt, um neue Gegebenheiten optimal nutzen und eine noch effizientere Umsetzung der Kommunikation sicherstellen zu können. Ein Corporate Newsroom fokussiert sich auf eine themen- und kanalzentrierte Organisation sowie eine integrierte Redaktionsplanung. Das bedeutet, dass Themen von Organisationseinheiten, welche aus Teammitgliedern verschiedenster Kommunikationsdisziplinen bestehen, bearbeitet und für die Kommunikationskanäle aufbereitet werden. Diese Umstellung brachte einige Prozessveränderungen sowie neue Meeting- und Entscheidungsstrukturen für die Kommunikatoren mit sich.
Weiters begleitete die Unternehmenskommunikation die Zusammenführung der Marken Merkur und Billa und begleitete somit die Entstehung von Billa Plus. Sehr greifbar erzählten die beiden Experten von den besonderen Herausforderungen, die kommunikativ überwunden werden mussten. Einblick gab es auch, wie trotz der fortlaufenden Pandemie die erschwerte direkte persönliche Informationsarbeit mit neuen Herangehensweisen umgesetzt wurde.
Dank der Ausschöpfung aller möglichen Kommunikationskanäle sowie maßgeschneiderter Maßnahmen konnten interne wie externe Stakeholder für die Veränderung gewonnen werden und der Prozess erfolgreich umgesetzt werden.
Text: Laura Maihoffer und Eva Friedl, Studentinnen des Bachelorstudiengangs Marketing & Kommunikation an der FH St. Pölten