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Escape Room: Jetzt wird getestet

Update: "Blackout – Gemeinsam zurück ans Netz" geht in die nächste Phase; Start im Herbst 2026 geplant

Nach dem erfolgreichen Projektstart und intensiven Entwicklungsarbeiten im Herbst 2025 ist im Projekt "Blackout – Gemeinsam zurück ans Netz" in den vergangenen Monaten einiges passiert. Die Arbeiten am Escape-Room-Erlebnis im Science Center Niederösterreich der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Landes Niederösterreich sind deutlich vorangeschritten – und das Projekt befindet sich mittlerweile in einer entscheidenden Phase.

Technische Entwicklung & Start der Installationsarbeiten

Bis zum Jahresende 2025 wurde in den (Medien-)Laboren und Produktionsstudios der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten intensiv gearbeitet: Die technischen Systeme wurden weiterentwickelt, Spielemechaniken und Abläufe geprüft und adaptiert, Videozuspielungen geschnitten und dem Sounddesign der Feinschliff verpasst.

Mit Februar 2026 konnte schließlich ein wichtiger Meilenstein erreicht werden: Der Start der Installationsarbeiten im Science Center im Haus der Digitalisierung in Tulln. "Nach genau einem Jahr war es nun so weit, dass wir Ton- und Lichttechnik, Spielematerialien und verschiedenste Gerätschaften im Science Center installieren konnten", sagt Projektleiter Christoph Braun, Professor Smart Engineering und technischer Bereichsverantwortlicher Elektronik und Industrie 4.0 an der USTP.

Eine besondere Herausforderung dabei: Der Raum sollte weiterhin multifunktional nutzbar bleiben. Christoph Braun: "Eine große Herausforderung war hier etwa, den Raum so ‚natürlich‘ wie möglich zu belassen – da dieser ja weiterhin für Workshops etwa im Bereich 3D-Druck verwendet wird."

Von Anfang an wurden auch die zukünftigen spieleleitenden Personen – die Operator – in den Prozess eingebunden, um das technische und spielerische Gesamtprojekt umfassend zu verstehen.

Testphase mit wissenschaftlicher Begleitung

Seit Ende März 2026 läuft nun die intensive Testphase mit verschiedenen Zielgruppen. "Auch hier gehen wir ganz im Sinne einer "wissenschaftlichen Begleitung" durch die USTP methodisch vor", sagt Christoph Braun.

Zum Einsatz kommen dabei unter anderem:

  • strukturierte Beobachtungen
  • Pre- und Post-Interviews
  • Gruppendiskussionen

Die gewonnenen Daten werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und fließen direkt in die Weiterentwicklung des Spiels ein. Ziel ist es, aus den Ergebnissen sogenannte Design-Patterns abzuleiten sowie konkrete Gestaltungsempfehlungen für didaktisch einsetzbare Escape-Room-Lernszenarien zu formulieren.

Christoph Braun betont dabei die Dynamik der Testphase: "Spannend ist für mich immer wieder zu beobachten, wie – trotz monatelanger intensiver Planung – unvorhergesehene Ereignisse während der Testspiele auftreten. Verantwortlich dafür ist, wissenschaftlich formuliert, die schwer kalkulierbare ‚Störvariable‘ – unsere Spielteilnehmer*innen. Und die sind naturgemäß nicht immer gleichermaßen motiviert oder engagiert. Genau diese Bandbreite macht es aber notwendig – und gleichzeitig so wertvoll –, das Spiel laufend zu testen und weiterzuentwickeln."

Automatisierung als technischer Meilenstein

Parallel zur inhaltlichen Testung wird auch die Technik laufend überprüft und optimiert. Ein besonderer Erfolg konnte dabei bereits erzielt werden:

"Hier sind wir besonders stolz, dass wir einen nahezu vollautomatischen Ablauf der verschiedenen Events während des Spiels technisch realisieren konnten", erklärt Christoph Braun.

Diese Automatisierung bringt gleich mehrere Vorteile:

  • Entlastung der Operatoren
  • Reduktion von Vor- und Nachbereitungszeiten
  • Mehrere Durchläufe pro Tag werden möglich

Einblicke – und bewusste Geheimnisse

Auch wenn im Projekt bereits vieles umgesetzt wurde, bleibt ein zentraler Bestandteil bewusst verborgen: die konkrete Story und die Spielmechanik.

"Wir möchten natürlich nicht zu viel über Story und Spielemechanik verraten", so Christoph Braun. "Wir können aber bereits jetzt sagen, dass wir damit ein einzigartiges Erlebnis geschaffen haben – immerhin verwandelt sich das Science Center nahezu per Knopfdruck von einem Raum für Wissenstransfer und Workshops hin zu einem Escape-Room-Spiel."

Ausblick: Start im Herbst 2026

Bis in den Sommer hinein werden die Testungen und Optimierungen fortgesetzt. Nach einer geplanten Sommerpause soll das Projekt schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der offizielle Start ist spätestens für Herbst 2026 vorgesehen.

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FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Braun Christoph, BSc

FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Christoph Braun , BSc

Professor Smart Engineering (BA) technischer Bereichsverantwortlicher Elektronik und Industrie 4.0
Labor Service
Department Medien und Digitale Technologien