Gastvortrag von Marco Ursprunger
Studierende von “Digital Marketing & Kommunikation“ hatten Gelegenheit einen Experten in der Umsetzung des LIMBIC-Modell in der Werbung kennenzulernen
Marco Ursprunger ist Geschäftsführer der Werbeagentur „vorauerfriends“ und mittlerweile über 20 Jahre im Unternehmen tätig. Die Agentur hat ihren Standort in Thalheim bei Wels und seit wenigen Jahren auch in Wien. Für die erfolgreiche Full-Service-Agentur sind 50 Mitarbeiter*innen tätig und entwickeln Werbekonzepte für Kund*innen wie Hartlauer, EWE, Palmers oder Red Bull.
Das LIMBIC-Modell von Hans-Georg-Häusel
"vorauerfriends Werbeagentur" war eine der ersten Agenturen in Österreich, welche das LIMBIC-Modell von Hans-Georg-Häusel in der Praxis umsetzte und bis heute eine enge Kooperation mit dem Vordenker des Neuromarketings pflegt. Bei diesem Modell spielen Emotionen eine große Rolle und Marco Ursprunger zitierte Hans-Georg Häusel wie folgt: „Alles, was keine Emotionen auslöst ist für unser Gehirn wertlos“.
Es werden hierbei drei Emotionssysteme im Gehirn unterschieden:
- Stimulanz (Exploration, Entdeckung)
- Dominanz (Konkurrenz, Verdrängung)
- Balance (Sicherheit, Stabilität)
Auf dieser Basis lassen sich Zielgruppen in verschiedene „Typen“ einteilen: Abenteurer, Performer, Disziplinierter, Traditionalist, Harmonisierer, Genießer und Hedonist. Damit lassen sich wiederum Persönlichkeitsmerkmale analysieren und somit Farben, Wortlänge, Texte aber auch Claims anhand des LIMBIC Modells zuordnen.
Das LIMBIC-Modell anhand eines Beispiels
Marco Ursprunger präsentierte das Modell am Beispiel des Küchenherstellers EWE.
Anfangs gab es mit den Marken ewe basic, ewe, ewedition und FM 4 verschiedene Marken, die sehr wenig Differenzierung aufwiesen und die Küchenmodelle waren ohne Logozusatz kaum unterscheidbar. "vorauerfriends" hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Marken zu differenzieren und zu positionieren. Der Werbeexperte erzählte den Studierenden jedoch nicht nur die Erfolge bei der Entwicklung, sondern auch welche Fehler begangen wurden und wie diese wieder korrigiert werden konnten.
Die Studierenden zeigten sich von dem praxisnahen Vortrag anhand eines realen Projektes begeistert. Das Modell wurde dadurch sehr verständlich erklärt und die Studentinnen und Studenten konnten viel von dem Vortrag mitnehmen.
Text: Olivia Rauscher, Studentin im Master Studiengang „Digital Marketing & Kommunikation“ an der FH St. Pölten