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Influencer Marketing trifft Hörsaal

Eugen Knippel von Kolsquare gibt Studierenden des Bachelorstudiums Marketing & Kommunikation praxisnahe Einblicke in eine boomende Branche

Im März 2026 war Eugen Knippel, VP Global Voice beim europäischen Influencer-Marketing-Unternehmen Kolsquare, zu Gast an der University of Applied Sciences St. Pölten. Eingeladen von Barbara Klinser-Kammerzelt, hielt er im Rahmen der Lehrveranstaltung „Digital Marketing und Social Media" einen Gastvortrag für Studierende des 4. Semesters im Bachelorstudium Marketing & Kommunikation. Das Thema: „WTF is Influencer Marketing?" – und der Titel hielt, was er versprach.

Ein Markt mit Potenzial – und seinen Tücken

Gleich zu Beginn machte Knippel eines klar: Influencer Marketing ist längst keine Nischenstrategie mehr, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Marketingbudgets. Gleichzeitig sei die Branche nach wie vor ein Markt mit wenig einheitlichen Standards, intransparenten Preisstrukturen und erheblichem Raum für Fehler – von der Auswahl der falschen Creator*innen über schlecht formulierte Briefings bis hin zu kaum messbaren Kampagnenergebnissen.

Der Vortrag beleuchtete die wichtigsten Fragen, die sich Marketer*innen stellen müssen, bevor sie überhaupt mit einer Influencer-Kampagne beginnen: Was ist das konkrete Ziel – Reichweite oder direkte Umsatzgenerierung? Wer ist die Zielgruppe, und welche Creator*innen sprechen sie wirklich an? Und: Wie viel ist eine Zusammenarbeit tatsächlich wert?

Follower-Zahlen sind Vergangenheit – Reach ist Gegenwart

Ein zentrales Learning des Abends: Follower-Zahlen allein sind ein schlechter Indikator für den tatsächlichen Wert einer Kooperation. Entscheidend ist die nachgewiesene Reichweite – also wie viele Menschen ein Content-Piece tatsächlich erreicht. Für die Preisfindung etabliert sich zunehmend das CPM-Modell (Cost per Mille / Tausendkontaktpreis), das Marken und Creator*innen eine fairere Verhandlungsgrundlage bietet.

Auch die Frage nach den Kampagnenzielen spielte eine zentrale Rolle: Während manche Marken – wie das Beispiel Dior Beauty zeigte – auf maximale Aufmerksamkeit und emotionale Bindung setzen, priorisieren andere – wie Currentbody – direkte Conversion und messbaren Return on Investment. Beide Ansätze sind legitim, müssen aber von Anfang an klar definiert sein.

Typische Fehler – und wie man sie vermeidet

Knippel ließ es nicht bei Theorie bewenden: Gemeinsam mit den Studierenden analysierte er reale Kampagnenbeispiele und diskutierte typische Fallstricke. Dazu zählen unter anderem:

  • die Wahl von Creator*innen ohne echten Fit zur Marke,
  • fehlende oder unklare Briefings,
  • mangelnde Erfolgsmessung und
  • der blinde Fokus auf Follower-Zahlen statt auf Engagement und Reichweite.

Praxisnah lernen für die Marketingwelt von morgen

Für die Studierenden im Bachelorstudium Marketing & Kommunikation an der USTP war der Gastvortrag mehr als ein inspirierender Abend – er war ein konkreter Einblick in den Arbeitsalltag einer Branche, die auch künftig stark wachsen wird. Das Format verdeutlicht einmal mehr, was das Studium auszeichnet: die enge Verzahnung von akademischen Grundlagen mit aktuellen Entwicklungen aus der Praxis.

Das Bachelorstudium Marketing & Kommunikation bereitet Studierende gezielt auf Tätigkeiten in Unternehmen und Agenturen vor – mit einem starken Fokus auf digitale Kompetenzen, strategisches Denken und die Fähigkeit, Kampagnen datenbasiert zu planen und zu bewerten. Gastvorträge wie jener von Eugen Knippel sind dabei fester Bestandteil des Lehrkonzepts.

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FH-Prof. Mag. Kammerzelt Helmut, MAS

FH-Prof. Mag. Helmut Kammerzelt , MAS

Studiengangsleiter Marketing und Kommunikation (BA) Stellvertretender Studiengangsleiter Digital Marketing und Kommunikation (MA) Mitglied des Kollegiums 2023 bis 2026 Department Digital Business und Innovation