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Karriere beginnt mit Neugier

Medientechnik-Absolvent*innen erzählen: Umwege sind normal, Netzwerke entscheidend und Lernbereitschaft schlägt Perfektion

Im Rahmen der karriere.netzwerk, der Job- und Karrieremesse der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten, waren auch heuer wieder vier Medientechnik-Absolvent*innen zu Gast, um über ihre Zeit nach der Hochschule zu sprechen.

Zahlreiche aktuell Studierende nutzten diese wertvolle Gelegenheit, Karrierewege aus erster Hand kennenzulernen und mit Absolvent*innen ins Gespräch zu kommen. Dabei standen nicht nur berufliche Erfolge im Mittelpunkt, sondern auch Herausforderungen, wichtige Entscheidungen und prägende Erfahrungen auf dem Weg vom Studium in die Praxis.

Karrierewege sind selten geradlinig

So auch nicht jene von Adriana Praxmarer (Project Manager bei Universimed), Tobias Karl (Technischer Projektmanager bei Big Blue Marble Group), Simon Wenderlich (Director Playout Solutions bei ATV Privat TV GmbH & Co KG) und Jesssica Lind (Filmakademie Wien, Drehbuchautorin und Schriftstellerin).

Unsere Gäste zeigten, wie vielfältig die beruflichen Wege nach dem Medientechnik-Studium sein können. Vom Filmset über die Eventtechnik bis hin zu technischen Führungspositionen in der Medienbranche und das Schreiben von Drehbüchern führten viele Karrieren über Praktika, Quereinstiege oder unerwartete Chancen. Gerade diese Umwege erwiesen sich oft als wertvolle Erfahrungen, die neue Perspektiven eröffneten und erneut ganz andere Türen öffneten.

Unsere Absolvent*innen ermutigten die im Publikum sitzenden Studierenden, die Zeit an der Hochschule zu nutzen, um unterschiedliche Bereiche auszuprobieren und eigene Interessen zu entdecken. Die Möglichkeit, verschiedene technische und organisatorische Rollen kennenzulernen, sei ein großer Vorteil, bevor man in die Berufswelt einsteigt. „Es ist nie wieder so einfach wie jetzt während des Studiums“, sagt etwa Tobias Karl. „Ihr könnt hier relativ stressfrei was ausprobieren, auch im Bereich Soft Skills, das ersetzt viele dicke Bücher.“

Netzwerke öffnen Türen

Ein wiederkehrendes Thema der Diskussion war die Bedeutung von Kontakten. Die Absolvent*innen erzählten, dass Praktika, erste Jobs oder spätere Karriereschritte über Empfehlungen, Lehrende oder frühere Studienkolleg*innen entstanden sind. Dazu rät Jessica Lind: „Bildet Banden, vernetzt euch, da ergeben sich Arbeitsgemeinschaften und man macht dann später immer wieder Filme und Projekte gemeinsam.“

Gleichzeitig wurde betont, dass Netzwerken weit mehr bedeutet als das Sammeln von Visitenkarten: Wer neugierig Fragen stellt, Gespräche sucht und Beziehungen pflegt, schafft wertvolle Verbindungen für die Zukunft.

„Vitamin B in der Medienbranche – das war früher so und ist immer noch so“, sagt Simon Wenderlich. Ums Kontaktepflegen und die Nutzung von Plattformen komme man nicht herum.

Offen bleiben und lebenslang lernen

Neben fachlichem Know-how seien heute vor allem Anpassungsfähigkeit, Problemlösungskompetenz und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen gefragt. Die Medienbranche befinde sich durch Digitalisierung, KI und neue Arbeitsformen in einem ständigen Wandel. Wer offen für Veränderungen bleibt und sich kontinuierlich weiterentwickelt, habe beste Voraussetzungen für den Berufseinstieg. „Bleibt neugierig!“, rät Adriana Praxmarer.

Gleichzeitig machten die Diskutierenden Mut: Niemand müsse am ersten Arbeitstag bereits alles beherrschen. Unternehmen suchen vor allem Menschen mit grundlegendem technischen Verständnis, Eigeninitiative und der Fähigkeit, sich in neue Themen einzuarbeiten und mit unterschiedlichsten Menschen zurechtzukommen.

Oder wie es ein Podiumsgast formulierte: „Veränderung ist die einzige Konstante.“

Und Veränderung findet gerade wirklich statt in der Medienbranche. Die Realität auf Filmsets sei zwar immer noch oft eine raue, aber die Diskussionsteilnehmer*innen berichteten von Bemühungen, die Arbeitsbedingungen am Set zu verbessern und nachhaltigere Produktionsweisen zu etablieren. Trotz bestehender Herausforderungen sehen sie darin wichtige Schritte, um die Branche für künftige Generationen attraktiver zu machen.

Austausch auf Augenhöhe

Ein herzliches Dankeschön an alle Absolvent*innen, die sich Zeit genommen haben, ihre Erfahrungen mit unseren Studierenden zu teilen. Die Podiumsdiskussion hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig die Karrierewege nach einem Studium an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten sind und wie wertvoll der Austausch zwischen Absolvent*innen und Studierenden sein kann.

Hier die Podiumsdiskussionen der letzten Jahre nachlesen: