Kreativitätstechniken abseits des Hörsaals
Auch dieses Jahr fand die Lehrveranstaltung „Kreativitätstechniken“ wieder im Living Hotel Prinzessin Elisabeth in München statt. Studierende des 3. Semesters des Bachelorstudiums Marketing und Kommunikation verbrachten dort drei spannende Tage, in denen kreative Methoden nicht nur erklärt, sondern vor allem direkt ausprobiert wurden. Im Fokus stand dabei weniger Theorie, sondern das praktische Erleben von Kreativität abseits des klassischen Unterrichts.
„Einfach machen“ als Grundprinzip
Der erste Tag stand unter dem Motto „einfach machen“. Dabei wurde deutlich, dass Kreativität nicht nur eine Frage von Talent ist, sondern stark von bestimmten Rahmenbedingungen abhängt. Besonders vier Schlüsselbegriffe wurden dabei immer wieder aufgegriffen:
- Mindset
- Erfahrung
- Einstellung und
- Kultur.
Diese Faktoren beeinflussen, wie offen Menschen für neue Ideen sind und wie leicht es ihnen fällt, ungewohnte Denkwege zuzulassen. Im Laufe der drei Tage wurden mehrere Kreativitätstechniken vorgestellt und angewendet, darunter die ABC-Liste sowie die Lateral Map. Bei der Lateral Map geht es darum, bewusst aus dem gewohnten Denken auszubrechen und über neue Verknüpfungen auf Ideen zu kommen, die nicht sofort naheliegen. Vieles davon lässt sich schwer in wenigen Worten erklären, weil der eigentliche Effekt vor allem durch das Mitmachen entsteht.
Impulse und Perspektivenwechsel
Begleitet wurde die Lehrveranstaltung von Alexander Willim und Tobias Zehentner. Am dritten Tag wurde das Programm durch Philipp Scheiblbrander ergänzt, der mit verschiedenen Geschichten und Beispielen, unter anderem rund um Archimedes, neue Perspektiven eröffnete und zeigte, wie unterschiedlich Kreativität verstanden und genutzt werden kann. Gerade durch die Mischung aus Methoden, Gruppenarbeit und überraschenden Aufgaben entstand ein hochgradig inspirierender Ablauf.
Abschlussaufgaben mit viel Abwechslung
Zum Ende der Lehrveranstaltung wurde das erlernte Wissen in einer praktischen Abschlussphase umgesetzt. Die Gruppen erhielten unterschiedliche Aufgabenstellungen, die vorbereitet und präsentiert wurden. Die Bandbreite reichte von einem selbst komponierten „Gstanzl“ über eine Tanzperformance bis hin zu Experimenten wie einem Ei, das aus dem dritten Stock fallen gelassen wurde. Die Lehrveranstaltung zeigte, dass kreative Prozesse nicht immer planbar sind, aber oft genau dann funktionieren, wenn einfach begonnen wird. Und auch wenn vieles aus München nicht im Detail verraten wird, bleibt eines sicher: Wer dabei ist, nimmt neue Denkweisen und viele Eindrücke mit.
Text: Julia Sarajlic, Studierende Bachelorstudium Marketing & Kommunikation