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Marketing-Student*innen im BOARD der Marketing Natives

Vier Student*innen des Bachelor Studiengangs Marketing & Kommunikation (Hannah Paireder, Emily Schreyvogel, Amra Dzilic und Jan Mayer) sind im „Board“ der „Marketing Natives. Die Marketing Natives sind einer der wichtigsten Nachwuchs-Vereine der österreichischen Marketing-Branche. Studiengangsleiter Helmut Kammerzelt hat sie zum Interview getroffen.

Sie engagieren sich bei den Marketing Natives. Was bedeutet diese Rolle für Sie persönlich?

Hannah Paireder: Die Marketing Natives sind für mich ein weiteres Umfeld, in dem ich meine Ideen einbringen, Neues ausprobieren und mich weiterentwickeln kann. Gleichzeitig bekomme ich weitere Einblicke in die Praxis, die für mich eine ideale Ergänzung zum ebenfalls stark anwendungs-orientierten Studium sind. In meiner Rolle als Eventmanagerin übernehme ich Verantwortung für die Planung und Organisation der Events sowie die Zusammenarbeit mit Partnern und Sponsoren. Das macht mir extrem viel Spaß, weil ich sehe, wie aus Ideen konkrete Projekte entstehen. Besonders wertvoll ist für mich auch die Arbeit im Team und der Austausch mit spannenden Leuten aus der Branche.

Welche Themen und Entwicklungen im Marketing begeistern Sie derzeit besonders? 

Amra Dzilic: Mich begeistern aktuell vor allem die Entwicklungen rund um die KI im Marketing, aber weniger die Tools, sondern vielmehr die Phase, in der wir uns gerade befinden. Es ist eine extrem spannende Zwischenzeit: vieles ist möglich, vieles verändert sich laufend, aber es gibt noch kaum klare Standards oder „fixe“ How-tos. Genau das finde ich interessant. Ich frage mich oft, ob und wann wir einen Punkt erreichen, an dem sich der Einsatz von KI im Marketing so etabliert hat wie damals das Internet, also weg von einer großen Innovation hin zu einem ganz selbstverständlichen Bestandteil im Alltag. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob KI überhaupt „fertig entwickelt“ sein wird oder ob sie einfach die Grundlage für die nächste große Revolution bildet.

Neben diesem Thema finde ich auch die Entwicklung hin zu authentischer Markenkommunikation spannend. Gerade in einer Zeit, in der so viel automatisiert werden kann, wird echte, glaubwürdige Kommunikation wieder wichtiger. Genau dieses Spannungsfeld zwischen Technologie und Menschlichkeit motiviert mich aktuell am meisten.

Was war bisher Ihr spannendster Marketing-Moment im Studium oder in einem Praxisprojekt?

Emily Schreyvogel: Im Laufe des letzten Jahres durfte ich mit Kolleginnen ein Event für den Verein „Forum Media Planung“ konzipieren, planen und umsetzen. Dieser Prozess hat sich von Pitch über Konzeptphase bis hin zur Moderation gezogen. Das war noch vor den Marketing Natives, hat mir aber sowohl für Studium, Praxis und jetzt auch für die Natives bessere Insights und mehr Verständnis gebracht. Alleine dadurch, dass ich ein komplettes Projekt von Anfang bis Ende durchsehen und betreuen durfte. Und natürlich hat das Endergebnis und das durchgängig positive Feedback alles belohnt. 

Welche Erfahrungen und Kompetenzen aus dem Studium „Marketing & Kommunikation“ können Sie in die Rolle bei den Marketing Natives einbringen?

Emily Schreyvogel: Hinsichtlich der Arbeitstechniken ist es vor allem die Fähigkeit, mehrere Projekte gleichzeitig im Griff zu haben - das ist nicht immer einfach, aber mit ein bisschen Struktur, Zeitplanung und Arbeitsteilung im Team, ist das kein Problem. Wenn ich eine spezielle Lehrveranstaltung nennen müsste, fallen mir sofort viele Inputs (Stichwort A-B-Tests, Redaktionspläne, etc.) aus „Digital Marketing und Social Media“ ein, die ich als Hauptverantwortliche für den TikTok-Account gut gebrauchen kann. 

Wie wichtig sind Netzwerke und Praxiserfahrungen bereits während des Studiums – und warum? 

Hannah Paireder: Ich halte beides für sehr wichtig. Durch zusätzliche Praxiserfahrungen bekommt man ein viel besseres Gefühl dafür, in welche Richtung man sich beruflich entwickeln möchte. Außerdem wird vieles aus dem Studium noch greifbarer, wenn man es parallel in der Praxis erlebt. Gleichzeitig helfen einem Netzwerke dabei, früh Kontakte zu knüpfen, die später für Praktika oder den Berufseinstieg relevant sein können. 

Was können junge Marketing- und Kommunikationstalente aus Ihrer Sicht von den Marketing Natives mitnehmen? 

Jan Mayer: Aus meiner Sicht können junge Marketing- und Kommunikationstalente von den Marketing Natives vor allem drei Dinge mitnehmen: 

  • ein starkes Netzwerk, 
  • Praxisnähe und 
  • Orientierung in der Branche. 

 Im Zentrum steht dabei klar das Thema Networking. Es geht nicht um klassisches, steifes Networking, sondern um eine lebendige, offene Community, in der man sich auf Augenhöhe austauscht und wirklich connectet. Genau das macht den Unterschied und sorgt dafür, dass Kontakte auch langfristig tragen.

Gleichzeitig bieten die Marketing Natives durch Events, Workshops und Mentoring sehr praxisnahe Einblicke in die Branche. So wird Wissen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern direkt erlebbar.

Kurz gesagt: Man bekommt nicht nur Kontakte, sondern echte Einblicke, Orientierung und ein Netzwerk, das einen langfristig begleitet.

Welche Ziele möchten Sie mit Ihrem Engagement bei den Marketing Natives erreichen?

Emily Schreyvogel: Für mich bedeuten die Marketing Natives eine Möglichkeit, in der Branche Fuß zu fassen. Netzwerk und Kontakte sind meiner Meinung nach eine der wichtigsten Ressourcen auf dem Karriereweg, die einem sehr weiterhelfen können. Außerdem kann ich einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass über Themen gesprochen wird, die viele für wichtig halten, aber oft nicht angesprochen werden. Wie zum Beispiel die Grauzonen im Marketing, über die wir bei unserem letzten Event gesprochen haben. Und “on top of that” darf ich das machen, was mir riesigen Spaß macht - Events planen, umsetzen (& dann besuchen) und TikToks drehen - und das alles mit einem großartigen Team!

Gibt es ein Projekt, ein Thema oder eine Idee, die Sie dort besonders gerne einbringen möchten? 

Amra Dzilic: Das erste Thema unseres Events bei den Marketing Natives war tatsächlich meine Idee. Die Inspiration dazu habe ich von der Digital-Marketing-Messe DMEXCO in Köln mitgenommen, wo wir im Rahmen einer Lehrveranstaltung im 3. Semester waren. Mir ist vor Ort klar geworden. dass auch moralisch eher kritisch betrachtete Branchen Marketing betreiben müssen. Es gibt Unternehmen und Produkte, die man persönlich vielleicht hinterfragt oder sogar ablehnt, aber sie existieren trotzdem und sind Teil des Marktes. Und genau deshalb brauchen auch diese Marketing. Oft werden durch dieses schnelle „Judgment“ gegenüber einem Produkt die dahinterliegenden Marketingstrategien vergessen bzw. gar nicht erst beachtet, egal wie kreativ diese sind. Deswegen hat es mich umso mehr gefreut, dass wir mit unserem ersten Event einen Teil dieser Branchen sichtbar machen konnten.

Was würden Sie anderen Studierenden empfehlen, die sich neben dem Studium engagieren möchten?

Hannah Paireder: Mein Tipp ist: Chancen, die sich ergeben, bewusst nutzen, sich aktiv einbringen und Neues einfach ausprobieren. Gerade am Anfang ist es wichtig, verschiedene Bereiche kennenzulernen, um herauszufinden, was einem Spaß macht und wo die eigenen Stärken liegen. Auch wenn Engagement manchmal zeitintensiv ist, sammelt man dabei Erfahrungen, die einem später wirklich weiterhelfen.

Wo sehen Sie sich beruflich in den nächsten Jahren – und welche Rolle spielt dieses Engagement auf diesem Weg?

Jan Mayer: Beruflich sehe ich mich in den nächsten Jahren in einer Rolle, in der ich strategisch im Marketing arbeite, mit starkem Fokus auf Kommunikation und direktem Kundenkontakt. Mir ist wichtig, nicht nur Konzepte zu entwickeln, sondern auch zu verstehen, wie Marken bei Menschen wirklich ankommen und wirken.

Mein Engagement bei den Marketing Natives spielt dabei eine wichtige Rolle, weil ich hier früh lerne, klar zu kommunizieren, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und mit verschiedensten Menschen zu arbeiten. Der Austausch mit Unternehmen, Agenturen und anderen Talenten hilft mir, ein besseres Gespür für Zielgruppen und Kommunikationsstrategien zu entwickeln.

Kurz gesagt: Das Engagement unterstützt mich dabei, mich nicht nur fachlich, sondern vor allem in meiner kommunikativen Stärke und im Umgang mit Menschen weiterzuentwickeln.

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FH-Prof. Mag. Kammerzelt Helmut, MAS

FH-Prof. Mag. Helmut Kammerzelt , MAS

Studiengangsleiter Marketing und Kommunikation (BA) Stellvertretender Studiengangsleiter Digital Marketing und Kommunikation (MA) Mitglied des Kollegiums 2023 bis 2026 Department Digital Business und Innovation