MBC bei CIRA ESG Connect
ESG-Reporting-Saison im Rückblick
Kurz vor der Sommerpause neigt sich die aktuelle ESG-Reporting-Saison dem Ende zu – Zeit, Bilanz zu ziehen und darauf zurückzublicken, was bereits gut läuft und welche Learnings Unternehmen für die nächste Berichtssaison mitnehmen können. Mit der Veranstaltung ESG Connect des Cercle Investor Relations Austria (CIRA) wurde dafür der passende Rahmen geschaffen.
Am 24. Juni 2026 trafen sich in der Säulenhalle der Wiener Börse ESG-Expert*innen, IR-Manager*innen und Wirtschaftsprüfer*innen, um zentrale Entwicklungen, bestehende Herausforderungen sowie mögliche Wege und künftige Perspektiven im ESG-Reporting zu diskutieren.
Digital Business Communications trifft ESG-Praxis
Der Master-Studiengang Digital Business Communications, der Sustainability Communications, Investor Relations und Digital Reporting praxisnah und zukunftsorientiert miteinander verknüpft und Expert*innen in diesen Bereichen ausbildet, durfte hier natürlich nicht fehlen. Cornelia Plott, Studierende im Master Digital Business Communications (4. Semester) und bald selbst in der Kommunikation der Wiener Börse tätig, sammelte die wichtigsten Erkenntnisse, damit diese unmittelbar in die Lehrveranstaltungen einfließen können.
Das Event war zudem ein Treffpunkt von Lehrenden des Master-Studiengangs, wie Ute Greuter, und von Alumni, die bereits erfolgreich in der Praxis tätig sind: Tibor Hanifl, IR- und ESG-Manager bei VERBUND, Hanna Nemeth, ESG-Reporting bei der Österreichischen Post AG, und Tanja Maisenberger, Head of IR bei der FACC AG.
Copyright: CIRA
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Aktuelle Learnings aus der Berichtssaison
Der Einstiegsvortrag von Philipp Gaggl (PwC) machte deutlich, dass die aktuelle Berichtssaison zwar noch nicht vollständig abgeschlossen ist, Unternehmen und Prüfer*innen jedoch bereits einiges aus den aktuellen Reports gelernt haben. Neue Anforderungen, unterschiedliche Interpretationen und die laufende Weiterentwicklung der Standards sorgen dafür, dass ESG-Reporting ein dynamisches Feld bleibt.
Copyright: Cornelia Plott
Was gutes ESG-Reporting ausmacht
Jan-Dirk Seiler-Hausmann (Berichtsmanufaktur) ging der Frage nach, was gutes ESG-Reporting eigentlich ausmacht. Immer wieder genannt wurden Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine klare Struktur – adidas wurde dabei als gutes Beispiel hervorgehoben. Auch die digitale Aufbereitung von Berichten spielt eine wichtige Rolle: Reporting-Microsites, HTML-Berichte oder ergänzende ESG-Publikationen machen Inhalte nicht nur zugänglicher, sondern auch besser auffindbar und vergleichbarer.
ESRS-Updates und regulatorische Entwicklung
Die regulatorische Landschaft steht nie still. Im weiteren Verlauf wurden daher ESRS-Updates und Perspektiven für die kommenden Jahre diskutiert. Die vorgestellten Vereinfachungen und die deutliche Reduktion der Datenpunkte zeigen, dass sich das Regelwerk weiterentwickelt und in Richtung mehr Übersichtlichkeit bewegt. Gleichzeitig wurde in den Diskussionen deutlich, dass ESG-Reporting langfristig stärker in bestehende Finanz- und Controllingprozesse eingebettet werden könnte.
ESG als Teil moderner Unternehmenssteuerung
In der abschließenden Paneldiskussion zur Zukunft des ESG-Reportings mit IR-Expert*innen der OMV, Österreichischen Post, A1 Telekom und PORR wurde ein klarer Wunsch laut: weg vom ständigen Regulatorik-Pingpong, hin zu mehr Ruhe, Stabilität und Integration in die unternehmerische Praxis. ESG soll künftig nicht als isolierte Berichtspflicht verstanden werden, sondern als fixer Bestandteil eines modernen Unternehmenssteuerungssystems.
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Verbindung von Regulierung, Praxis und Kommunikation
Die Veranstaltung bot einen praxisnahen Einblick in ein hochaktuelles Thema und zeigte, wie eng regulatorische Anforderungen, Unternehmenspraxis und Kommunikation heute miteinander verbunden sind.
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