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Online-Video strategisch denken

YouTube-Experte Peter Hrubi zu Gast im Bachelor Marketing & Kommunikation

Wie entstehen erfolgreiche Videokampagnen auf YouTube?

Welche Formate gewinnen aktuell an Bedeutung und wie lassen sich Marketingziele entlang des gesamten Funnels wirksam übersetzen?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Studierenden des 4. Semesters im Bachelor-Studiengang Marketing & Kommunikation. Für den Gastvortrag konnte mit Peter Hrubi, Head of YouTube Business und YouTube Commercial Lead Alpine, ein ausgewiesener Branchenexperte gewonnen werden. 

Im Zentrum des Vortrags stand die Frage, wie sich Online-Video in den vergangenen Jahren verändert hat – von klassischen Long-Form-Inhalten hin zu einer multiformaten Plattformlogik mit Short-Form, Long-Form, Live-Formaten und Podcasts.

Peter Hrubi zeigte auf, dass Bewegtbild heute nicht mehr eindimensional gedacht werden kann, sondern differenzierte strategische Entscheidungen in Bezug auf Zielgruppen, Kreation und Werbeformat erfordert. Genau diese drei Elemente bezeichnete er auch als zentrale Erfolgsfaktoren digitaler Videokampagnen.

Besonders relevant für die Studierenden war dabei die Verbindung von Plattformlogik und Marketingpraxis: Ausgehend vom jeweiligen Marketingziel wurden geeignete Kampagnentypen, Targeting-Möglichkeiten und KPIs vorgestellt. Thematisiert wurden unter anderem Video Reach Campaigns, Video View Campaigns, Demand Gen Campaigns sowie unterschiedliche Zielgruppensegmente von demografischen Merkmalen bis hin zu In-Market-, Affinity- oder Remarketing-Ansätzen. Der Vortrag machte damit sehr klar, dass erfolgreiche digitale Kommunikation nicht bei kreativem Content beginnt, sondern bei einer sauberen strategischen Ableitung.

YouTube & Co.: Aktuelle Trends der Videonutzung

Darüber hinaus erhielten die Studierenden Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Videonutzung. Laut aktueller Daten erreicht YouTube in Österreich monatlich 6,5 Millionen Personen ab 18 Jahren; zugleich verwies Hrubi auf die hohe Relevanz von Shorts und auf die wachsende Bedeutung plattformübergreifend optimierter Kampagnen. Ergänzt wurde dies durch konkrete Hinweise zur Wirkung von Kreativkonzepten: Starke Werbemittel müssen Aufmerksamkeit früh binden, emotional anschlussfähig sein, die Marke sinnvoll integrieren und eine klare Handlungsaufforderung enthalten. Dafür wurde auch das bekannte ABCD-Framework für wirksame YouTube-Creatives vorgestellt.

Praxis im Fokus: Videomarketing unter realen Bedingungen

Ein besonderer Mehrwert des Gastvortrags lag im hohen Praxisbezug. Statt abstrakter Modelllogik stand die Frage im Vordergrund, wie Marken unter realen Marktbedingungen mit Videoformaten arbeiten, wie Kampagnen strukturiert werden und welche Rolle Daten, Kreation und Plattformmechanik im Zusammenspiel spielen. In einer anschließenden Gruppenarbeit entwickelten die Studierenden eigene Konzepte für Videokampagnen, definierten Marketingziele, leiteten passende Formate und Targeting-Optionen ab und skizzierten kreative Umsetzungen.

Der Gastvortrag von Peter Hrubi zeigte damit sehr deutlich, worauf der Bachelor-Studiengang Marketing & Kommunikation an der USTP besonderen Wert legt: aktuelles Branchenwissen, unmittelbaren Praxisbezug und die enge Verbindung von strategischem Denken und konkreter Umsetzung.

Für die Studierenden bot die Veranstaltung nicht nur wertvolle Einblicke in die Dynamik digitaler Plattformen, sondern auch eine realitätsnahe Auseinandersetzung mit den Anforderungen moderner Video- und Social-Media-Kommunikation.

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FH-Prof. Mag. Kammerzelt Helmut, MAS

FH-Prof. Mag. Helmut Kammerzelt , MAS

Studiengangsleiter Marketing und Kommunikation (BA) Stellvertretender Studiengangsleiter Digital Marketing und Kommunikation (MA) Mitglied des Kollegiums 2023 bis 2026 Department Digital Business und Innovation