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Vorübung für NATO-CCDCOE-Cyberabwehr-Training

Locked Shields Partners’ Run 2026 an der USTP

Am 26. März ging die vom NATO-Kompetenzzentrum für kooperative Cyberabwehr (CCDCOE) organisierte Übung „Locked Shields Partners’ Run 2026“ zu Ende. Die Übung diente als Hauptprobe für „Locked Shields“ – die weltweit größte Live-Fire-Cyberabwehrübung – und brachte Expert*innen aus Wissenschaft, Industrie und Verteidigungsinstitutionen zusammen, um ihre Cyberabwehrfähigkeiten zu trainieren und zu testen. Die USTP war mit dabei.

Das NATO-CCDCOE stärkt die Zusammenarbeit im Bereich der Cyberabwehr im Vorfeld der weltweit größten Live-Fire-Cyberabwehrübung. „Locked Shields ist die komplexeste und anspruchsvollste Cyberabwehrübung der Welt, die für nationale Teams konzipiert ist. Der Partners’ Run bietet auch Unternehmen, Universitäten und Verteidigungsorganisationen die Möglichkeit, zusammenzuarbeiten und ihre Spezialist*innen in derselben anspruchsvollen Umgebung in den Bereichen Technik, Recht, strategische Entscheidungsfindung und Kommunikation zu schulen. Der Erfolg beim Partners’ Run erfordert starke Leistungen in all diesen Bereichen“, sagt Dan Ungureanu, Übungsleiter von Locked Shields 2026.

Der diesjährige „Partners’ Run“ war der bislang größte: Neben der USTP stellten 15 weitere Teams ihre Fähigkeiten auf die Probe, darunter von der Adelaide University, Arvato Systems, Bitdefender, Ericsson, Estonian Defence League & University of Tartu, Kapsi Internet-users Association, ein Team mehrerer ungarischer Universitäten (BME, ELTE, NKE, ÓE, PTE, SZIE), Netherlands Defence Academy (NLDA), Polish Naval Academy, Siemens, TalTech, TechnoLogica, Telia Estonia, University of Valladolid & University of Zaragoza und Joint AI Research Team (armasuisse, CCDCOE, NLDA).

Infrastruktur gegen 6.000 Cyberangriffe verteidigen

Während der Übung mussten die Teams eine simulierte nationale Infrastruktur gegen rund 6.000 Cyberangriffe verteidigen. Die diesjährige Ausgabe führte mehrere neue Elemente ein, darunter ein erweitertes Cloud-Segment.

Neben der Stärkung ihrer eigenen Fähigkeiten trugen die Teilnehmer*innen direkt zur Gestaltung der bevorstehenden Hauptdurchführung der Übung bei.

Vernetzung zwischen Wissenschaft, Forschung, Bildung und Wirtschaft

Auch dieses Jahr nahm das Team der USTP erfolgreich an der Übung teil. Nach dem großen Interesse im Vorjahr hat sich das Team nahezu verdoppelt – eine Entwicklung, die einerseits vieles erleichterte, andererseits aber auch neue Herausforderungen mit sich brachte. Die gesteckten Ziele wurden erreicht, teilweise sogar übertroffen. Es zeigte sich: Die Liste an Verbesserungen wächst weiter, denn IT-Security bleibt eine Disziplin im ständigen Wandel, in der es entscheidend ist, stets am neuesten Stand zu sein.

Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr erleichterten die Vorbereitung, dennoch gab es auch heuer wieder unerwartete Situationen, die rasches Handeln erforderten. Das Team bestand aus einer ausgewogenen Mischung aus Studierenden, Alumni, Lehrenden sowie Partner*innen aus der Wirtschaft.

„Unser besonderer Dank gilt dabei den Unternehmen Cancom und ACP. Gerade bei Übungen dieser Größenordnung ist es entscheidend, auf vielfältige Spezialexpertisen zurückgreifen zu können. Dank unserer engagierten Studierenden, Absolvent*innen und Partner*innen aus der Wirtschaft konnten wir auch auf überraschende Herausforderungen schnell reagieren“, betont Junior Researcher Stefan Machherndl, Hauptorganisator des USTP-Teams.

Auch Simon Tjoa, Leiter des Instituts für IT-Sicherheitsforschung, hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Die enge Vernetzung zwischen Wissenschaft, Forschung, Bildung und Wirtschaft ist uns ein großes Anliegen. Locked Shields hat erneut gezeigt, wie wertvoll dieser Austausch ist – und dass wir auch international sehr gut mithalten können.“

Kooperation für den Schutz kritischer Infrastruktur

„Locked Shields ist eine technisch sehr anspruchsvolle Übung, in der wir kritische Infrastruktursysteme aufgebaut haben, auf deren Funktionieren unsere modernen Gesellschaften angewiesen sind. Diese komplexe Umgebung erfordert gründliche Tests. Wir sind all unseren Partner*innen sehr dankbar, da die hier gewonnenen Erkenntnisse direkt zu einer verbesserten Übungsumgebung für die nationalen Teams während der Hauptdurchführung führen“, fügt Ungureanu hinzu.

Die Hauptübung „Locked Shields 2026“ findet im April statt und bringt mehr als 4.000 Cyber-Expert*innen aus über 40 Ländern zusammen, um den Schutz kritischer Infrastrukturen und militärischer Systeme vor Cyberangriffen zu üben.

NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCOE)

Das NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCOE) ist die führende Anlaufstelle für NATO-Mitglieder*innen und gleichgesinnte Nationen, um gemeinsam ihre Cyberabwehrfähigkeiten zu stärken. Das Zentrum mit Sitz in Tallinn, Estland, vereint 39 Nationen und führt Forschungsarbeiten, Schulungen und Übungen durch, darunter Locked Shields und Crossed Swords.

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Dipl.-Ing. Machherndl Stefan, BSc

Dipl.-Ing. Stefan Machherndl , BSc

Junior Researcher Department Informatik und Security
Mag. Hammer Mark

Mag. Mark Hammer

Fachverantwortlicher Presse