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Wenn Produkte ihre Geschichte erzählen

Was der Digitale Produktpass für Unternehmen bedeutet

Ein neuer Fachbeitrag des Institute for Innovation Systems der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten beleuchtet, wie Unternehmen aus Bau, Batterie und Abfallwirtschaft den digitalen Wandel in der Kreislaufwirtschaft erleben und was für eine erfolgreiche Umsetzung wirklich gebraucht wird.

Die Vision des Digitalen Produktpasses

Stellen Sie sich vor, ein Produkt könnte auf Knopfdruck offenlegen, woraus es besteht, wie es hergestellt wurde und wie es am Ende seines Lebens recycelt werden kann. Genau das ist die Vision hinter dem Digitalen Produktpass (DPP), einem der ambitioniertesten Instrumente der neuen EU-Verordnung ESPR. Die Frage ist nicht mehr ob er kommt, sondern wie gut Unternehmen vorbereitet sind.

Was 22 Expert*innen wirklich denken

Tassilo Pellegrini, Susanne Roiser und Zahra Mesbahi vom Institute for Innovation Systems der USTP haben genau das untersucht. In ihrem Fachbeitrag „Companies in Transition: Adapting to the Digital Product Passport and the Circular Economy“, erschienen in der Springer Nature Reihe „Smart Business Models for Sustainability in Circular and Climate Neutral Economy“, geben Interviews mit 22 Expert*innen aus drei Schlüsselbranchen Einblick in eine Realität zwischen Aufbruch und Unsicherheit.

Das Ergebnis: Unternehmen aus Bauwesen, Batteriefertigung und Abfallwirtschaft sehen im DPP echtes Potenzial für mehr Transparenz und Ressourceneffizienz. Gleichzeitig stoßen sie auf erhebliche Hürden - von unterschiedlicher digitaler Reife bis hin zu unklaren Rechtsfragen.

„Für eine erfolgreiche Umsetzung des DPP braucht es vor allem einheitliche Regelungen, kompatible Datensysteme und gezielte Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen.“, betonen die Autor*innen Pellegrini, Roiser und Mesbahi.

Chancen nutzen, bevor die Pflicht kommt

Der DPP ist kein bloßes Compliance-Thema. Er eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, Wertschöpfungsketten transparenter und wettbewerbsfähiger zu gestalten - vorausgesetzt, die notwendigen Rahmenbedingungen werden geschaffen. Die Studie zeigt deutlich: Wer jetzt in digitale Infrastruktur und Datenkompetenz investiert, positioniert sich besser für die regulatorischen Anforderungen von morgen.

Das Institute for Innovation Systems an der USTP hat sich in den vergangenen Jahren als zentraler Forschungspartner im Bereich des Digitalen Produktpasses etabliert – einem der wichtigsten Themenfelder im Kontext von Digital Business & Circular Transformation.

Internationale Vernetzung im Fokus

Herausgegeben wurde die Publikation „Smart Business Models for Sustainability in Circular and Climate Neutral Economy“ von Susanne Roiser, Larisa Ivascu, Anca Draghici, Luisa Carvalho und Shab Hundal – ein internationales Team, das sich aus dem E³UDRES² Center for Excellence „Business Modelling (BM) for Managing Sustainability in a Circular and Climate Neutral Economy“ entwickelt hat.

Die europäische Universitätsallianz E³UDRES² wird von der USTP geleitet und vernetzt neun Hochschulen in ganz Europa. Als E³UDRES² arbeiten die Partnerinstitutionen eng zusammen, um Hochschulbildung, Forschung und Innovation entscheidend voranzutreiben.

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Unsere Forschungsprojekte zum Digitalen Produktpass:

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FH-Prof. Mag. Dr. Pellegrini Tassilo

FH-Prof. Mag. Dr. Tassilo Pellegrini

Institutsleiter Institute for Innovation Systems Department Digital Business und Innovation