Wirtschaftspolitik im europäischen Kontext

Marketing-Studierende beim internationalen Blended Intensive Programme in Fulda

Drei Studierende des Bachelorstudiums Marketing & Kommunikation der University of Applied Sciences St. Pölten nahmen im Wintersemester am internationalen Blended Intensive Programme (BIP) zum Thema Economic Policy teil. Organisiert wurde das Programm von der Hochschule Fulda unter der Leitung von Prof. Dr. Tobias Knedlik. Das Format verband mehrwöchige Online-Lehrveranstaltungen mit einer intensiven Präsenzwoche in Deutschland, ein Lernsetting, das akademische Tiefe mit interkultureller Zusammenarbeit vereint.

Ein europaweites Netzwerk trifft sich in Fulda

Bereits im Laufe des Semesters bereiteten sich die Teilnehmenden durch digitale Vorlesungen und Seminare auf die fachlichen Schwerpunkte vor. Dozent*innen aus Deutschland, Spanien und Lettland gaben einen umfassenden Einblick in wirtschaftspolitische Grundlagen, makroökonomische Zusammenhänge und aktuelle Herausforderungen im europäischen Kontext.

Am BIP beteiligten sich Studierende und Lehrende aus insgesamt sechs Ländern:

Diese Vielfalt bildete den Ausgangspunkt für die internationale Gruppenarbeit, in deren Rahmen ein gemeinsames Paper erarbeitet wurde.

Einblicke in Europas wirtschaftspolitische Institutionen

Die Präsenzwoche startete mit einem Exkursionstag nach Frankfurt, dem wirtschaftspolitischen Zentrum Europas. Im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank erhielten die Studierenden einen fundierten Überblick über die Geschichte des Geldsystems sowie die Rolle von Zentralbanken. Im Anschluss folgte der Besuch der Europäischen Zentralbank (EZB), wo ein Fachvortrag die geld- und wirtschaftspolitischen Kernaufgaben der EZB erläuterte. Die Exkursion bot damit eine inhaltlich kompakte Einführung in jene Institutionen, die das wirtschaftliche Gefüge Europas maßgeblich prägen.

Austausch, Teambuilding und angewandte Forschung

Der zweite Tag stand im Zeichen des Kennenlernens der internationalen Teams sowie der ersten Abstimmungs- und Beratungssessions für das gemeinsame Paper. Die Studierenden nutzten den Austausch, um Perspektiven zu vergleichen, die Aufgaben zu strukturieren und die internationale Zusammenarbeit zu organisieren. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch bei EDAG, einem globalen Engineering-Dienstleister. Ein Vortrag zum Geschäftsmodell des Unternehmens zeigte, wie wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen Innovation, Mobilität und industrielle Entwicklung beeinflussen.

Wirtschaftspolitik im akademischen Diskurs

An der Hochschule Fulda erwartete die Studierenden ein dichtes Fachprogramm: Ein Vortrag beleuchtete zentrale Probleme der Eurozone und skizzierte zukünftige wirtschaftliche Trends. Ein besonderes Highlight war die Präsentation des Jahresgutachtens des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, vorgestellt von Dr. Michael Kogler. Dieser Einblick in hochaktuelle wirtschaftspolitische Analysen vermittelte ein realistisches Bild der europäischen Herausforderungen.

Der gemeinsame Besuch des Adventmarkts in Fulda bot einen geselligen Ausklang und stärkte das zwischenmenschliche Miteinander der internationalen Gruppe.

Abschlusspräsentation für Fachjury

Der letzte Tag war den Präsentationen gewidmet: Die Studierenden stellten ihre Arbeiten und Erkenntnisse vor einer Jury aus Wirtschaftswissenschaftler*innen vor. Die Abschlussrunde zeigte deutlich, wie fundiert und mit welcher inhaltlichen Tiefe die einzelnen Gruppen ihre Themen aufbereitet hatten. Ein gelungenes Finale der intensiven Projektarbeit.

Fazit: Fachliche Vertiefung und interkulturelle Kompetenzen

Die Teilnahme am BIP erwies sich für die Studierenden als wertvolle Lernerfahrung. Zu den zentralen Erkenntnissen zählen:

  • Interkulturelle Zusammenarbeit: Das Arbeiten in internationalen Gruppen fördert Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und ein besseres Verständnis für unterschiedliche akademische und kulturelle Zugänge - Kompetenzen, die im globalen Arbeitsumfeld unverzichtbar sind.
  • Neue Perspektiven: Durch den Austausch mit Studierenden und Expert:innen aus mehreren europäischen Ländern erweiterten die Teilnehmenden ihren Blick auf etliche Fragestellungen im wirtschaftlichen Kontext.
  • Persönliche Entwicklung: Die intensive Projektphase, Präsentationen vor Fachjury und das Arbeiten außerhalb der eigenen Komfortzone schulten Selbstständigkeit und fachliches Selbstvertrauen.

Text: Maximilian Griessler, Student „Marketing & Kommunikation” – 5. Semester

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