Am 25. September wurde St. Pölten zum Schauplatz der European Researchers’ Night. Das Event fand zeitgleich in hunderten Städten in mehr als 40 Ländern statt und zählt zu den größten Wissenschaftsevents Europas.

In St. Pölten besuchten circa 1.000 Menschen die Stationen und Shows in der Innenstadt und am Campus der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten.

Wissenschaftliche Entdeckungsreise

Unter dem Titel „S.P.A.C.E. – Science & Public Awareness through Creative Exploration“ verwandelten die USTP und ihre Partner*innen den Campus, die Innenstadt und die USTP City Lounge in Stationen einer großen wissenschaftlichen Entdeckungsreise. Besucher*innen aller Altersgruppen konnten Forschung interaktiv erleben, mit Forschenden aus Österreich und Europa ins Gespräch kommen und Wissenschaft in ungewöhnlichen Formaten entdecken.

Von 15:00 bis 19:00 Uhr wartete auf die Besucher*innen ein offenes Programm mit mehr als 50 interaktiven Stationen von über 20 Institutionen. Eine S.P.A.C.E.-Rätsel-Rallye verband die verschiedenen Veranstaltungsorte. Besucher*innen folgten Hinweisen durch die Stadt, lösten Aufgaben, trafen Forschende und entdeckten Wissenschaft an ungewöhnlichen Orten.

Das Programm reichte von einer Drag-Queen-Lesung für Kinder und einem Steampunk-Mystery-Escape-Room bis zu Tanzworkshops und einem Science-Pub-Quiz.

Europäische Forschung und Weltraumforschung erleben

Durch ein „EU-Wurmloch“ konnten Besucher*innen live mit Forschenden aus ganz Europa ins Gespräch kommen. An einer weiteren Station konnten sie kreativ ihre ideale Universität der Zukunft gestalten.

Das Ars Electronica Center brachte eine mobile Version seines „Deep Space 8K“-Erlebnisraums nach St. Pölten. ESERO Austria, das Bildungsbüro der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Österreich, bot die Möglichkeit für Kinder, Bilder zu zeichnen, die vielleicht ausgewählt werden, um auf eine ESA-Rakete gedruckt zu werden.

Science Busters und Zirkus des Wissens

Zu den Höhepunkten zählten die Science Busters mit Astronom und Podcaster Florian Freistetter und Kabarettist Martin Puntigam. Sie verbinden wissenschaftliche Inhalte mit Humor und Unterhaltung. 
Mit dem Zirkus des Wissens der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) kam außerdem Wissenschaftstheater nach St. Pölten: Für jüngere Besucher*innen gab es an der USTP das Kamishibai-Erzähltheater „Dinosaurierlady“. Es erzählt die Geschichte der Dinosaurierforscherin Mary Anning und zeigt, wie Neugier und Forschung neue Welten eröffnen.

Klavierkonzert im Rathaus und KI-Kasperl

Im Rathaus, im Büro des Bürgermeisters präsentierte der international renommierte Pianist Marino Formenti erstmals Ausschnitte aus seinem neuen Musik-Wissenschafts-Stück „Harmonices Mundi“, inspiriert von Johannes Keplers Ideen zur Harmonie des Universums.

Im Gemeinderatssaal setzte sich die Show „KI-Kasperl interveniert“ von Anou Pfaffenberger auf humorvolle und provokante Weise mit künstlicher Intelligenz, Bewusstsein, Wahrheit und Technologie auseinander.

Kultur, Stadt und Wissenschaft gemeinsam erleben

Auch die Kulturinstitutionen der Stadt öffneten ihre Türen für die European Researchers’ Night: Die Stadtbibliothek und die Bibliothek der USTP luden zu besonderen Formaten, Begegnungen und Lesungen ein.

Das Stadtmuseum beteiligte sich mit freiem Eintritt und zeigte, wie Geschichte, Kultur und Wissenschaft neue Perspektiven eröffnen können und St. Pride öffnete ihm Rahmen des Events die Türen seines Community Space in der St. Pöltner Innenstadt. Ein weiteres Highlight war der Auftritt des Europaballett St. Pölten am Rathausplatz.

So wurde S.P.A.C.E. zu einem Wissenschaftsfestival, das nicht an einem einzigen Veranstaltungsort stattfand: Wissenschaft zog durch die Stadt, verband Institutionen und lud dazu ein, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.

Fortsetzung im Jahr 2027

Projektpartner*innen von S.P.A.C.E. sind die USTP, das Ars Electronica Center mit dem European Space Education Resource Office ESERO sowie der Zirkus des Wissens der Johannes Kepler Universität Linz (JKU), die die Veranstaltung zwei Mal ausrichten. 2026 fand das Wissenschaftsfestival in St. Pölten statt, 2027 wird es in Linz abgehalten.

S.P.A.C.E. wird im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (Horizon Europe) von der Europäischen Union gefördert.

Webseite S.P.A.C.E.

 

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