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The Impact of Shareholder Activism
Wie aktivistische Aktionäre die Wahrnehmung von Unternehmen prägen
Der Master-Studiengang Digital Business Communications und Embera Partners beleuchten den Status Quo und die Zukunft von Shareholder Activism im DACH-Raum. Dafür haben sie sich von September 2025 bis Januar 2026 im Rahmen des Research Lab intensiv mit diesem für Unternehmen und Investor Relations wichtigen Thema auseinandergesetzt.
Shareholder Activism wurde in den vergangenen Jahren zu einem relevanten Treiber von Veränderungen in der Unternehmensführung - auch im DACH-Raum. Dabei greifen aktivistische Investoren mit Hilfe unterschiedlicher Maßnahmen in strategische, governancebezogene und nachhaltigkeitsrelevante Entscheidungen des Unternehmens ein. Ihre wichtigste Arena ist die Hauptversammlung. Häufig nutzen sie aber auch die öffentliche Aufmerksamkeit und die Reputation des Unternehmens als Hebel, um Veränderungsdruck zu erzeugen oder zu erhöhen.
Internationale Fälle wie die erfolgreiche Kampagne von Engine No. 1 gegen ExxonMobil haben gezeigt, welches Potenzial aktivistisches Engagement entfalten kann. Doch auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Shareholder Activism gelebte Realität: Internationale Fonds adressieren DAX-Unternehmen, Governance-Fragen dominieren Debatten bei ATX-Konzernen und ESG-bezogene Kampagnen beeinflussen zunehmend öffentliche und kapitalmarktseitige Wahrnehmung.
Für Unternehmen und insbesondere Investor Relations ist Shareholder Activism damit zu einem strategischen Thema geworden, das proaktive Kommunikation, klare Positionierung und professionelles Reputationsmanagement erfordert.
Ziel der Studie
Das Forschungsprojekt „The Impact of Shareholder Activism on Corporate Reputation“ untersucht, wie aktivistische Kampagnen Unternehmensreputation, Markenvertrauen und Kapitalmarktperformance beeinflussen können – mit Fokus auf Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage, wie IR-, Kommunikations- und Corporate-Affairs-Abteilungen auf den zunehmenden aktivistischen Druck reagieren können und welche Kommunikations- und Engagementstrategien sich bewähren.
Im Zentrum der Studie stehen praxisrelevante Fragen, die Kommunikations- und IR-Verantwortliche unmittelbar betreffen:
- Wie wirken sich aktivistische Kampagnen kurz- und langfristig auf Reputation und Bewertung aus?
- Welche reputativen Risiken entstehen für Unternehmen in kritischen Auseinandersetzungen mit Aktivisten?
- Welche Kommunikations- und Engagementstrategien helfen, Reputationsschäden zu vermeiden oder abzuschwächen?
- Welche Rolle spielen Corporate Communications und Investor Relations im Umgang mit aktivistischem Druck?
- Wie lassen sich unterschiedliche Interessen von Shareholdern mit langfristiger Marken- und Reputationspflege in Einklang bringen?
Zur Methodik
Auf Basis identifizierter Shareholder Activism Fälle in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Jahren 2023 bis 2025 wird untersucht, wie Aktivismuskampagnen entstehen, welche Kommunikationsstrategien, Maßnahmen und Argumente seitens aktivistischer Shareholder eingesetzt werden und wie Unternehmen darauf reagieren. Ergänzend werden Medienberichte, Social-Media-Daten, Kapitalmarktreaktionen und die Aktienperformance ausgewertet, um Veränderungen in Reputation, Sentiment und Performance sichtbar zu machen.
Durch diese Verbindung aus Fallanalyse, Reputationsmessung und Event-Study-Ansätzen entsteht ein umfassendes Bild darüber, wie Shareholder Activism die Reputation von Unternehmen beeinflussen kann.
Ergänzend werden mittels qualitativer Interviews mit IR-, Kommunikations- und Corporate-Affairs-Verantwortlichen in börsennotierten Unternehmen ihre Perspektive und mögliche Strategien im Umgang mit aktivistischen Investoren beleuchtet.
Mehrwert für die Praxis: Was IR-Teams konkret mitnehmen können
Die Ergebnisse sollen IR-, Corporate-Communications- und Governance-Verantwortlichen dabei helfen, auf Aktivismuskampagnen besser vorbereitet zu sein – von Frühwarnsignalen über Kommunikationsstrategien bis hin zur Bewertung möglicher Reputations- und Performancerisiken.
Unternehmen profitieren von:
- einer vergleichenden Analyse, um sich in Bezug auf Shareholder Activism verorten zu können
- konkreten Einblicken, wie vergleichbare DACH-Unternehmen mit Aktivismus umgehen
- Best Practices für reaktives und proaktives Kommunikationsmanagement
- Ansätzen zur Risikominimierung, bevor Kampagnen eskalieren
- verständlichen Analysen, die strategische Entscheidungen im IR- und Kommunikationsalltag unterstützen
Damit liefert das Projekt praxisnahe Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die sich in einem zunehmend aktivistischen Umfeld behaupten müssen.
Webinar und Panel mit Expert*innen
Die Ergebnisse der Studie werden am 07. Mai 2026 um 10:00 Uhr im Rahmen eines Webinars vorgestellt und mit Expert*innen mit langjähriger Erfahrung in Investor Relations diskutiert. Weitere Informationen zum Webinar finden Sie hier.
Projektleitung & Coaching
Das Projekt, an dem maßgeblich Studierende des Master-Studiengangs Digital Business Communications beteiligt sind, wird von Monika Kovarova-Simecek von der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten geleitet. Seitens Embera Partners unterstützen das Projekt Andreas Posavac und Michael Oplustil.
Über Embera Partners
Embera Partners ist ein spezialisiertes, führendes Investoren- und Kapitalmarktberatungsunternehmen, das die gesamte Wertschöpfungskette der Finanzberatung, Investor Relations, Corporate Governance und Nachhaltigkeit (ESG) sowie M&A und Finanzkommunikation abdeckt.