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Prozessanalyse der Datenerhebung für das Umweltmanagementsystem EMAS
Dokumentation und grafische Darstellung der internen Abläufe für die Erhebung und Weiterverwendung der Umweltindikatoren.
Das Projekt wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung des dualen Bachelorstudiengangs Smart Engineering durchgeführt. Ausgangspunkt war die Notwendigkeit, die bestehende Datenerhebung für das Umweltmanagementsystem EMAS hinsichtlich Nachvollziehbarkeit, Konsistenz und Effizienz zu überprüfen.
Im Zentrum stand die Frage, wie Umweltkennzahlen, wie z.B. Energieverbrauch, Energieerzeugung, Abfälle und Emissionen intern erhoben, verarbeitet und für Berichte weiterverwendet werden. Dazu wurden bestehende Abläufe analysiert, Schnittstellen identifiziert und Verbesserungspotenziale ausgearbeitet.
Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit internen Ansprechpersonen sowie dem Hochschulbetreuer. Ergebnis ist eine klar dokumentierte Prozessstruktur, die als Grundlage für eine standardisierte, qualitätsgesicherte Datenerhebung im Rahmen von EMAS dient.
Zielsetzung
Im Rahmen des dualen Projekts wurde das bestehende EMAS-Berechnungssystem des Unternehmens systematisch analysiert und weiterentwickelt. Ziel war die strukturierte Aufbereitung, Vereinheitlichung und Qualitätssicherung der Umweltkennzahlen (u. a. Energie, Mobilität, Abfall, Papierverbrauch, Luftschadstoffe).
Am Ende sollte ein konsistentes, nachvollziehbares und erweiterbares Berechnungstool vorliegen, das sowohl den Anforderungen der EMAS-Verordnung als auch internen Controlling-Ansprüchen entspricht und eine standardisierte jährliche Datenerhebung ermöglicht.
Projektschritte
Zuordnung der erhobenen Indikatoren zu den berechneten Kennzahlen | Copyright: KPPK Ziviltechniker GmbH
Zu Beginn erfolgte eine Erstellung eines Zeitplans und die Analyse des IST-Zustands der Datenerhebung und Kennzahlenberechnung. Dabei wurden Ablauf, Datenquellen, Berechnungslogiken sowie bestehende Inkonsistenzen/Doppelungen identifiziert.
Im nächsten Schritt wurden zentrale Tabellenblätter (u. a. Firmenfahrzeuge, Privatfahrzeuge, Bus/Bahn, Abfall, Treibhausgasemissionen) kontrolliert und optisch überarbeitet.
Die wesentlichen Verbesserungen umfassen:
- Erstellung eines Inhaltsverzeichnisses
- Dokumentation Verbesserungspotentiale je Tabellenblatt
- klare Trennung zwischen Eingabedaten, Berechnungslogik und Ergebnisdarstellung
- Auslagerung der Inputwerte auf eigene Tabellenblätter
- Kommentierung relevanter Berechnungszellen zur besseren Nachvollziehbarkeit
- optische Gliederung der Berechnungsblöcke
Parallel dazu wurden Visualisierungen für die Erhebung der Indikatoren entwickelt und Unterlagen für interne Abstimmungen erstellt.
Abschließend wurde eine Checkliste für die regelmäßige Datenerhebung ausgearbeitet und das überarbeitete EMAS-Tool intern eingeschult, um die nachhaltige Anwendung sicherzustellen.
Ergebnisse
Das Projekt führte zu einer Visualisierung der Datenerhebung der Umweltindikatoren sowie eine strukturell überarbeitetes und transparentes EMAS-Berechnungssystem.
Wesentliche Ergebnisse:
- Zentrale Dokumentation des Datenerhebungsprozesses
- Zuordnung der Indikatoren zu den betroffenen Kennzahlen
- Einheitliches Berechnungslayout über alle Kennzahlen
- Einfache Erweiterbarkeit für zukünftige Berichtsjahre
- Standardisierte Checkliste zur Datenerhebung
- Aufzeigen der Verbesserungspotentiale
Damit wurde eine zuverlässige Grundlage für zukünftige EMAS-Umwelterklärungen geschaffen und die interne Datenqualität signifikant erhöht.
Visualisierung des Ablaufs für die Datenerhebung des Indikators „Stromverbrauch Büro“ | Copyright: KPPK Ziviltechniker GmbH