Verkehrssimulation Waidhofen an der Ybbs

#Smart Engineering of Production Technologies and Processes (BA) #/Medien & Digitale Technologien #Studierenden-Projekt

Im Studiengang Smart Engineering wurde eine Verkehrssimulation für einen geplanten Gastronomie-Standort in Waidhofen an der Ybbs entwickelt. Auf Basis eines Verkehrsgutachtens visualisiert das Projekt mögliche Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen mithilfe der Simulationswerkzeuge AnyLogic und SUMO.

Das Projekt entstand im Rahmen der Lehrveranstaltung „Präsentationstechnik 2 – Konfliktmanagement“ sowie "Präsentationstechnik 4". Dabei arbeiteten die Studierenden jahrgangsübergreifend an einer realitätsnahen Fragestellung und entwickelten eine Simulation, die komplexe Verkehrssituationen verständlich und anschaulich darstellt.

Projektplanung und Umsetzung

Zu Beginn wurden die Projektteams sowie die eingesetzten Simulationswerkzeuge definiert. Die Studierenden arbeiteten parallel mit den Programmen AnyLogic und SUMO, um deren Einsatzmöglichkeiten für verkehrstechnische Fragestellungen zu vergleichen. Grundlage für die Modellierung bildeten die Daten des zur Verfügung gestellten Verkehrsgutachtens.

Hintergrund & Ziel des Projekts

Die Verkehrssimulation wurde in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Region entwickelt. Ziel war es, die potenziellen Auswirkungen eines neuen Gastronomiebetriebs auf die Verkehrssituation im Bereich Patertal sichtbar zu machen. Die gewonnenen Erkenntnisse können als Grundlage für weitere Überlegungen zur Verkehrsplanung sowie zur Unterstützung der Kommunikation möglicher Auswirkungen gegenüber der Bevölkerung dienen.

Ziel des Projekts war die Entwicklung einer 2D-Verkehrssimulation, die die Verkehrssituation rund um den geplanten Gastronomie-Standort visualisiert. Dabei wurden sowohl die bestehende Infrastruktur als auch die Daten des Verkehrsgutachtens in die Modelle integriert. Die Simulation soll aufzeigen, wie sich Verkehrsströme verändern und an welchen Stellen es zu Wartezeiten oder Rückstaus kommen kann.

Projektschritte

Im ersten Schritt wurden Straßen, Bahnübergänge und weitere Infrastrukturelemente modelliert. Anschließend erfolgte die Parametrisierung der Verkehrsströme sowie die Implementierung von Steuerungsmechanismen für Bahnübergänge und Querungsbereiche. Die Verkehrsdaten wurden in die Modelle integriert und mithilfe von Diagrammen ausgewertet und visualisiert.

Darauf aufbauend wurden die Simulationen getestet, validiert und hinsichtlich ihrer Ergebnisse verglichen. Die Projektergebnisse wurden dokumentiert und für die Präsentation im Rahmen der Projektvernissage aufbereitet. Darüber hinaus entstand ein wissenschaftliches Poster sowie eine Anleitung zur Nutzung des Simulationsmodells.

Ergebnisse

Die Simulationsergebnisse zeigen insgesamt nur geringe Unterschiede bei den durchschnittlichen Wartezeiten mit und ohne den geplanten Standort. Gleichzeitig konnten jedoch einzelne Situationen identifiziert werden, in denen es zu temporären Rückstaus kommt, insbesondere im Bereich der Eisenbahnkreuzung sowie an der Kreuzung zur B121.

Die Analyse verdeutlicht, dass das Zusammenspiel von abbiegenden Fahrzeugen, Ampelphasen und bestehenden Verkehrsstrukturen einen wesentlichen Einfluss auf lokale Verkehrsverdichtungen haben kann. Die Simulation liefert damit wertvolle Einblicke in mögliche Auswirkungen auf die Verkehrssituation und unterstützt eine faktenbasierte Bewertung des geplanten Bauprojekts.