Frühe Bildung legt zentralen Grundstein für Kinder
Arlt.dialog: Stephanie Deimel-Scherzer im Gespräch
arlt.dialog sprach mit Stephanie Deimel-Scherzer, Mitglied des Fachbeirats des Departments Soziales über das neue Studienprogramm Elemtarpädagogik an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten.
Warum braucht es den Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik an der USTP?
Ich halte den neuen Studiengang für sehr wichtig und zeitgemäß. Gerade die Kleinsten unserer Gesellschaft haben gut ausgebildete und kompetente Fachkräfte in Kindergärten und anderen Betreuungseinrichtungen verdient und der Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik an der USTP leistet dazu einen wertvollen Beitrag.
Welche Erwartungen verbinden Sie als Praktikerin mit dem neuen Studiengang?
Meine Praxis liegt im Bereich der Offenen Jugendarbeit, also in der Arbeit mit einer etwas älteren Zielgruppe. Doch in meiner Rolle als Fachreferentin befasse ich mich viel mit Fragen der Qualitätsentwicklung und erwarte mir, dass die Absolvent*innen gute Konzepte entwickeln und evaluieren können sowie ein Methodenrepertoire erhalten, um wichtige Prinzipien wie die Beteiligung von Kindern umzusetzen und ihr Handeln professionell zu reflektieren.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der frühkindlichen Bildung?
Als Mama wünsche ich mir Pädagog*innen mit Herz und Fachkompetenz, denn Elementarpädagog*in ist kein leichter Job oder „nur spielen“. Die Fachkräfte leisten einen wichtigen Beitrag in der Persönlichkeitsentwicklung und Kompetenzvermittlung – auch in Bezug auf grundlegende Sozialkompetenzen, die für unser gesellschaftliches Zusammenleben unabdingbar sind. Diese herausfordernde Tätigkeit, die einen zentralen Grundstein im Leben der Kinder legt, sollte mehr gesellschaftliches Ansehen erlangen und auch entsprechend entlohnt werden. Ich hoffe der neue Bachelor-Studiengang leistet hier einen Beitrag.
Welche Möglichkeiten bieten sich Absolvent*innen des neuen Bachelor-Studiengangs Elementarpädagogik?
Die Absolvent*innen werden für eine Vielzahl an Tätigkeitsbereichen in der Arbeit mit Kindern ausgebildet. Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit sich durch den Bachelor auch persönlich weiterzuentwickeln, eventuell in der Zukunft ein Masterstudium zu absolvieren oder sich im Laufe der Berufslaufbahn auch andere pädagogische Arbeitsfelder leichter erschließen zu können.