Vom Kursprojekt zur Fachkonferenz
Studierende entwickelten Analysetool für PEUAFLEU und konnten ihr erstes wissenschaftliches Paper bei einer internationalen Fachkonferenz platzieren
Ein Kursprojekt, das über sich hinauswuchs: Im mediaLab des vergangenen Sommersemesters entwickelten Studierende des Studiengangs Creative Computing ein Tool für das Forschungsprojekt PEUAFLEU an der USTP, das mittelalterliche Buchornamente mit Methoden der künstlichen Intelligenz analysiert. Aus der Projektarbeit wurde mehr als eine gute Note – die Studierenden verfassten einen wissenschaftlichen Artikel dazu, reichten ihn ein und bekamen die Zusage für die Content-Based Multimedia Indexing Conference (CBMI), eine internationale Fachkonferenz für multimediale Inhaltsanalyse.
Fleuronnée trifft Computer Vision
Im Zentrum des Projekts PEUAFLEU steht die sogenannte Fleuronnée – mit der Feder gemalte Ranken-, Blatt- und Blütenornamente, die mittelalterliche Handschriften aus dem Stift Klosterneuburg schmücken. Wer diese Ornamente bislang stilkritisch untersuchen wollte, war auf mühsame händische Vergleichsarbeit angewiesen.
Die Aufgabe für die Studierenden im mediaLab bestand darin, ein Werkzeug zu bauen, das Fleuronnée automatisch erkennt und stilistisch vergleicht – ein Beitrag zur größeren Frage, ob sich Verbindungen zwischen Skriptorien und Bibliotheken des 14. Jahrhunderts nachweisen lassen.
Von der Projektarbeit zum Fachbeitrag
Statt die Arbeit mit der Abgabe abzuschließen, brachten die Studierenden ihre Ergebnisse in Paperform und reichten sie mit Unterstützung der Forscher*innen des Departments Medien & Digitale Technologien bei der CBMI ein – mit Erfolg. Wir gratulieren!
Betreut wurde das mediaLab sowie die wissenschaftliche Publikation von Djordje Slijepcevic, Mohammed Chegini, Florian Kibler, Andreas Babic und Matthias Zeppelzauer vom Institut für Creative\Media/Technologies (IC\M/T). Für das Institut ist die Annahme ein weiterer Beleg dafür, wie eng Lehre und Forschung an der USTP ineinandergreifen: Studierende arbeiten nicht nur an gestellten Übungsbeispielen, sondern an echten offenen Forschungsfragen – und tragen die Ergebnisse in die wissenschaftliche Fachwelt.