Eldritch Tales of Scotland

#Medientechnik (BA) #Studierenden-Projekt

Im Rahmen des MediaLab Film und TV entwickelte ein Studierendenteam eine dokumentarische Filmreihe über Mythen und Legenden Schottlands. Der entstandene Pilotfilm verbindet klassische Dokumentation mit inszenierten Elementen und narrativen Eingriffen.

Eldritch Tales of Scotland ist eine dokumentarische Filmreihe, die Mythen und Legenden unter Einsatz filmischer Mittel neu interpretiert.

Die Pilotfolge ''Cailleach Beira'' verbindet dokumentarische Elemente mit inszenierten Eingriffen und wurde an Originalschauplätzen in Schottland realisiert. Im Zentrum steht die Wechselwirkung zwischen realer Erzähltradition und filmischer Konstruktion.

Zielsetzung

Mit ''Eldritch Tales of Scotland'' und dem Proof of Concept ''Cailleach Beira'' verfolgt das Projekt das Ziel, eine dokumentarische Reihe zu etablieren, die überlieferte Mythen filmisch neu interpretiert. Im Fokus steht dabei eine Verbindung aus dokumentarischer Recherche, realen Schauplätzen und dramaturgischen Eingriffen.

Der erste Film setzt in Schottland an. Einer Region, deren Landschaft und Erzähltradition eng miteinander verknüpft sind. Die Episode über Cailleach Beira greift einen zentralen Schöpfungsmythos auf und überführt ihn in eine filmische Form, die zwischen dokumentarischer Beobachtung und inszenierter Erzählung wechselt. Perspektivisch ist eine Ausweitung der Reihe auf weitere Regionen geplant.

Projektschritte

Die Projektidee entstand vor Beginn des Semesters und wurde im Team früh konkretisiert. Nach der Bildung des Teams und der Verteilung klarer Zuständigkeiten folgte eine erste Konzeptionsphase. Diese umfasste Stoffentwicklung, dramaturgische Ausarbeitung und Pitch-Präsentationen vor Lehrbeauftragten, wurde begleitet von diversen Feedbackschleifen.

In der Vorproduktion standen Drehbuchentwicklung, Recherche sowie die Organisation der Dreharbeiten auf dem Plan. Dazu gehörten die Kontaktaufnahme mit Interviewpartner*innen sowie die Planung der Reise nach Schottland, die sich für ein  achtköpfiges Team anspruchsvoll gestaltete.

Die Dreharbeiten fanden Ende November an Originalschauplätzen aus der gewählten Geschichte statt. Neben Landschaftsaufnahmen wurden Interviews mit lokalen Erzähler*innen geführt. Die Kameraarbeit orientierte sich dabei sowohl an dokumentarischen als auch an inszenierten Bildkonzepten.

Im Anschluss begann die Postproduktion in Österreich. Diese umfasste Sichtung des Materials, Schnitt, Tonbearbeitung und finale Montage. Parallel dazu wurde die Präsentation des Projekts für die Vernissage der USTP vorbereitet. 

Ergebnis

Als Ergebnis entstand die erste Episode einer als Treatment vorliegenden Reihe mit dem Titel ''Cailleach Beira''. Der Film folgt einem dokumentarischen Setting. Ein Filmteam reist nach Schottland, um eine sachliche Dokumentation über die Entstehung des Landes zu produzieren.

Im Verlauf der Handlung verschiebt sich jedoch die Erzählebene. Die mythologische Figur Cailleach Beira tritt als narrative Instanz auf und beeinflusst die Darstellung der Ereignisse. Dadurch entsteht ein Wechselspiel zwischen dokumentarischer Perspektive, eine mittels durch animierte 2D Figur inszenierter Intervention  und den Erzählungen der Storyteller Schottlands.

So kombiniert das Format Interviews mit regionalen Geschichtenerzähler*innen, Aufnahmen der Landschaft - unter anderem mit Drohnen -  und inszenierten Szenen. Die narrative Struktur arbeitet mit den Brüchen zwischen Erwartung und Darstellung und thematisiert zugleich den Prozess des Filmemachens selbst.

Die Episode ist als Auftakt einer fortlaufenden Reihe konzipiert und wurde bei der CIMIx 2025 als Best Practice vorgestellt. 

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FH-Prof. Mag. Dr. von Suess Rosa

FH-Prof. Mag. Dr. Rosa von Suess

Studiengangsleiterin Medientechnik (BA) Hochschul-Dozentin Lehrgangsleiterin Film, TV und Media - Creation and Distribution (MA) Department Medien und Digitale Technologien Leiterin Ausbildungsfernsehen c-tv