Faust und Flausch

#Medientechnik (BA) #Studierenden-Projekt

Die Dokumentation „Faust und Flausch“ begleitet zwei auf den ersten Blick gegensätzliche Gruppen: Furries und Krampusse. Der Film untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen moderner Subkultur und gelebter Tradition.

''Faust und Flausch'' ist eine Dokumentation über Furries und Krampusse und untersucht die Bedeutung von Verkleidung und Rollenwechsel in unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Durch die Gegenüberstellung beider Gruppen zeigt der Film, wie individuelle Identität und Gemeinschaft unabhängig von äußeren Unterschieden verhandelt werden.

Zielsetzung

Ziel von ''Faust und Flausch'' ist es, zwei kulturelle Phänomene filmisch gegenüberzustellen und deren zugrunde liegende Motivationen sichtbar zu machen. Im Zentrum steht die Frage, welche Funktionen Verkleidung, Rollenwechsel und Inszenierung für individuelle Identität und gemeinschaftliche Zugehörigkeit erfüllen.

Der Film verfolgt dabei einen beobachtenden Ansatz und möchte gängige Vorannahmen über beide Gruppen hinterfragen. Durch die Gegenüberstellung von Furry-Community und Krampusbrauchtum soll aufgezeigt werden, inwiefern sich unterschiedliche Ausdrucksformen auf ähnliche Bedürfnisse beziehen.

Gleichzeitig zielt das Projekt darauf ab, den Protagonist*innen Raum zur eigenen Darstellung zu geben. Die filmische Umsetzung konzentriert sich darauf, persönliche Perspektiven, soziale Dynamiken und performative Aspekte innerhalb beider Gruppen sichtbar zu machen.

Behind the Scenes CC Jasmin Frank

Projektschritte

Die Arbeit am Projekt begann mit einer intensiven Recherchephase. Dabei setzte sich das Team mit Online-Communities, Foren und lokalen Vereinen auseinander, um Zugänge zu beiden Gruppen zu finden und Kontakte aufzubauen.

In der darauffolgenden Drehphase begleitete das Team sowohl Mitglieder der Furry-Community als auch Krampusgruppen in ihrem jeweiligen Umfeld. Die Kamera bewegt sich dabei nah an den Protagonist*innen und dokumentiert sowohl öffentliche Auftritte als auch persönliche Momente.

In der Postproduktion wurde das umfangreiche Material strukturiert, gesichtet und montiert. Ziel war es, aus den unterschiedlichen Perspektiven eine zusammenhängende filmische Erzählung zu entwickeln, die beide Welten gleichwertig nebeneinanderstellt.

Mehrere Feedbackschleifen begleiteten diesen Prozess.

Ergebnisse

Als Ergebnis entstand eine dokumentarische Arbeit, die zwei unterschiedliche kulturelle Praktiken miteinander in Beziehung setzt. Der Film zeigt sowohl Unterschiede in Ästhetik und Kontext als auch Parallelen in Motivation und Gemeinschaftsbildung.

Durch Interviews und beobachtende Szenen entsteht ein Einblick in individuelle Beweggründe und kollektive Dynamiken. Der Fokus liegt dabei auf persönlichen Erfahrungen und der Bedeutung von Zugehörigkeit innerhalb der jeweiligen Gruppen.

Die Dokumentation verzichtet bewusst auf wertende Einordnung und setzt stattdessen auf eine Gegenüberstellung der Perspektiven. Dadurch eröffnet sie einen Zugang zu Themen wie Identität, Selbstausdruck und sozialer Einbindung.