4 min

Vom Studium auf die Bühne bei Sika

Wie mich ein Workshop beim Geschäftsberichte-Symposium zu Sika führte und wie aus Studieninhalten echte Praxis wurde

Im Juni 2026 war ich, Annika Graf, gemeinsam mit anderen Studierenden des Masterstudiums Digital Business Communications beim Geschäftsberichte-Symposium in Zürich dabei. Dass mich dieser Besuch nur wenige Monate später erneut nach Zürich führen würde – diesmal für einen eigenen Vortrag bei Sika – hätte ich damals nicht erwartet.

Anlass war ein besonderes unternehmensinternes Event: Sika feierte mit dem Team hinter dem Geschäftsbericht dessen Prämierung und den Erfolg des zuletzt veröffentlichten Berichts. Mit dabei waren Mitarbeiter*innen aus Finance, Corporate Communications, Investor Relations, Marketing und weiteren Bereichen, die gemeinsam an der Unternehmensberichterstattung arbeiten.

Und mittendrin durfte ich die Perspektive meiner Generation auf Kapitalmarktkommunikation, KI und Corporate Reporting einbringen.

Investor Relations trifft Gen Z

Begonnen hat alles beim Geschäftsberichte-Symposium im Juni 2026. Dort beschäftigten wir uns in einem Workshop mit drei Fragen, die für Unternehmen und ihre Kommunikation immer wichtiger werden:

  • Wie muss Kapitalmarktkommunikation gestaltet sein, um eine neue Generation von Investor*innen anzusprechen?
  • Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz bei der Informationssuche junger Menschen?
  • Und wie sichtbar sind Unternehmen und ihre Reporting-Inhalte eigentlich für ChatGPT & Co.?

Monika Kovarova-Simecek von der USTP und Studiengangsleiterin von Digital Business Communications und Christian Hoffmann von der Universität Leipzig gaben dazu Einblicke aus ihrer Forschung und zeigten, welche Veränderungen sich aktuell für Investor Relations und Corporate Reporting abzeichnen.

Mein Studienkollege Felix Hüttenbrenner und ich ergänzten diese Perspektive mit einer Live-Simulation. Stellvertretend für unsere Generation zeigten wir, wie wir tatsächlich nach Unternehmensinformationen suchen, welche Inhalte und Darstellungsformen für uns relevant sind und welche Rolle Google, Social Media und zunehmend auch KI-Tools dabei spielen.

Nach dem Symposium wurden wir von Dominik Slappnig, Head of Corporate Communications and Investor Relations bei Sika AG, eingeladen, unsere Präsentation bei einem internen Event des Unternehmens noch einmal zu zeigen.

Digital Reporting und KI: Was Unternehmen heute sichtbar macht

Für meinen Vortrag bei Sika Anfang September in der Zürcher Eventlocation Amboss Rampe habe ich den Fokus noch stärker auf die Praxis gelegt.

Denn die Art, wie wir Informationen suchen, verändert sich gerade spürbar. Google und Social Media bleiben relevant, gleichzeitig kommen mit ChatGPT und anderen KI-Anwendungen neue Zugänge zu Unternehmensinformationen hinzu.

Anhand konkreter Google-Suchen und KI-Chats zeigte ich, was passiert, wenn meine Generation nach Informationen über ein Unternehmen sucht: Welche Quellen erscheinen? Welche Inhalte werden von KI-Systemen aufgegriffen? Welche Informationen finden wir schnell – und welche eben nicht?

Gerade für Investor Relations und Corporate Reporting ist dieser Perspektivenwechsel spannend. Es reicht zunehmend nicht mehr, relevante Informationen lediglich zu veröffentlichen. Unternehmen müssen sich auch damit beschäftigen, wie ihre Inhalte digital strukturiert sind, wo sie gefunden werden und ob sie von KI-Systemen überhaupt erfasst und richtig wiedergegeben werden können.

Damit wurde auch für mich sehr greifbar, wie eng Themen aus unserem Studium – Nachhaltigkeitskommunikation, Investor Relations, Digital Reporting, digitale Kommunikation und KI – inzwischen miteinander verbunden sind.

Eine internationale Bühne für das, was wir im Studium lernen

Obwohl ich den Vortrag bereits zum dritten Mal hielt und unsere Workshops beim Geschäftsberichte-Symposium sehr gut besucht gewesen waren, war ich vor diesem Abend definitiv aufgeregt.

Diesmal stand ich alleine auf der Bühne, präsentierte alles erstmals auf Englisch und sprach noch dazu vor genau jenem Team, das hinter dem prämierten Geschäftsbericht von Sika steht.

Das war für mich noch einmal eine ganz andere Herausforderung. Gleichzeitig war es eine außergewöhnliche Chance, mich fachlich auszuprobieren und zu beweisen, und auch zu erleben, dass die Themen, mit denen wir uns im Studium beschäftigen, für Unternehmen ganz konkret relevant sind.

Vor Beginn des Events wurde ich von Eventmanagerin Tessy Chilton herzlich empfangen, konnte in Ruhe die Technik testen und bekam noch eine kurze Führung durch die Amboss Rampe. Danach trafen nach und nach die Gäste ein – aus Finance, Corporate Communications, Investor Relations, Marketing und weiteren Bereichen des Reporting-Teams.

Dass so viele unterschiedliche Fachbereiche zusammenkamen, um die Prämierung des Geschäftsberichts gemeinsam zu feiern, zeigte mir auch, wie viel Zusammenarbeit hinter professioneller Unternehmensberichterstattung steckt.

Wenn aus einem Symposium ein Netzwerk wird

Besonders spannend war für mich deshalb nicht nur der Vortrag selbst. Beim anschließenden Abendessen konnte ich mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Unternehmensbereichen ins Gespräch kommen, mehr über die Unternehmenskultur bei Sika erfahren und über die Zukunft von Corporate Communications, Investor Relations, Reporting und KI diskutieren.

Vom Workshop beim Geschäftsberichte-Symposium bis zum Vortrag bei Sika waren es in meinem Fall gerade einmal drei Monate.

Ich blicke auf diesen Abend deshalb mit viel Freude zurück und hoffe, mit einigen der Menschen, die ich durch das Symposium und bei Sika kennengelernt habe, auch in Zukunft im Austausch zu bleiben.

Bericht von: Annika Graf, Studentin im berufsbegleitenden Master-Studiengang Digital Business Communications

Online mehr erfahren